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Fachbereiche

Orthopädie

Unsere Klinik kann mit ihren vielseitig qualifizierten Therapeuten das gesamte Spektrum in der Rehabilitation von Kindern- und Jugendlichen mit orthopädischen Erkrankungen und mit Erkrankungen von angrenzenden Fachgebieten aufnehmen. Schwerpunkt ist die Behandlung von juvenilen und adoleszenten Skoliosen. Seit ca. dreißig Jahren ist Skoliose die häufigste Einweisungsdiagnose unserer Patienten. Wir bieten eine stationäre Intensivrehabilitation an, mit dem Ziel eine Progredienz zu vermeiden.

Dazu gibt es an unserer Klinik verschiedene Therapiemöglichkeiten

  • K.-Schroth-Therapie
  • Vojtatherapie
  • SITS: eine an der Klinik entwickelte Skoliosetherapie, die Elemente aus der Vojtatherapie, osteopathische Behandlungstechniken, Brunkow, Atemtherapie und Manueller Therapie für das Krankheitsbild Skoliose aufbereitet hat.


Die Therapie erfolgt als Einzeltherapie und wird je nach Therapiefortschritt in Kleingruppen und Gruppen fortgesetzt. Parallel laufen allgemeine Haltungs-und Bewegungsschulung, andere ergänzende Therapien sowie sporttherapeutische Angebote und Maßnahmen aus dem Gesundheitstraining. Zusätzlich besteht die Möglichkeit, in unserer Klinik Orthesen anzufertigen, anzupassen und die Patienten an das Tragen der Orthesen zu gewöhnen, bzw. mit dem Entwöhnen aus dem Tragen einer Orthese zu beginnen. Wir bereiten auch Patienten auf vorgesehene operative Maßnahmen vor bzw. werden bereits operierte Patienten stabilisiert und konditioniert.

Zu häufigen orthopädischen Erkrankungen im Kindes- und Jugendalter gehören Kyphosen und juvenile Osteochondrosen. Hier kann es sich um kyphotische Haltungsfehler bis zu echten Formfehlern mit strukturellen Störungen an den Grund- und Deckplatten der Wirbelkörper (Morbus Scheuermann) handeln.
Behandlungsziel ist die Aufrichtung der Wirbelsäule in Richtung physiologische Schwingungen. Dazu müssen Funktionsstörungen in den betroffenen Wirbelsegmenten beseitigt werden, das Bewegungs- und Haltungsempfinden verbessert, die koordinativen Fähigkeiten gefördert, sowie Ausdauer und Kraft gesteigert werden. Das Vermitteln von Bewegungsfreude spielt hierbei eine große Rolle.

Wir behandeln in Einzel- und Gruppentherapie. Zur Anwendung kommen Manuelle Therapie, K. Schroth Therapie, osteopathische Techniken, PIR, mobilisierende Übungen aus der Funktionellen Bewegungslehre Klein –Vogelbach sowie gerätegestützte Krankengymnastik, Atemtherapie, Bewegungs- und Haltungsschulung und Sporttherapie.

Congenitale und im Kindes und Jugendalter erworbene Hüfterkrankungen und Insuffizienzen sind weiter häufige Einweisungsdiagnosen (Hüftluxationen, Morbus Perthes, Epiphysiolysis capitis femoris). Die Patienten werden vorwiegend in Einzeltherapie behandelt, da die Zielsetzung je nach Befund sehr unterschiedlich sein kann. In erster Linie geht es um Optimierung der Beweglichkeit, Schmerzreduzierung/ Schmerzfreiheit, Konditionierung, Erlangen der Gehfähigkeit, bzw. Verbesserung des Gangbildes; z.B. mit Manueller Therapie, FBL, PNF, Manuelle Traktionsbehandlung, Vojta, FBL Gangschulung, gerätegestützte Krankengymnastik, Craniosacraltherapie, osteopathische Techniken, Krankengymnastische Übungsbehandlung im Wasser, Narbenbehandlung, Elektrotherapie, Kinesiotape.
Wenn nötig, kommen Trainingsmaßnahmen zur Alltagsbewältigung und Hilfsmittelberatung hinzu.

In den letzten Jahren kommen vermehrt Jugendliche mit radikulären und pseudoradikulären Syndromen zu uns (Bandscheibenproblematik). Die Therapieziele sind Reduzierung der Schmerzzustände bzw. Schmerzfreiheit. Dazu gehören die Beseitigung von Funktionsstörungen in den Wirbelsegmenten und den dazugehörigen Funktionsketten, Verbesserung des Haltungs- und Bewegungsempfindens, sowie der bewusste Umgang mit Schmerz. Die Therapieformen sind Manuelle Therapie, Triggerpunktbehandlung, Craniosacraltherapie, Vojtatherapie, funktionelle Übungen, Brunkow, gerätegestützte Krankengymnastik

Zu den neurologischen Krankheitsbildern, die in unserer Klinik behandelt werden, gehören infantile Cerebralparesen und andere frühkindlich erworbene Bewegungs-, Koordinations- und Wahrnehmungsstörungen. Die Therapiemaßnahmen orientieren sich an dem Ziel, physiologische Bewegungsabläufe zu erleichtern bzw. das nächsthöhere Lokomotionsstadium zu erreichen, sowie die Sozial- und Handlungskompetenz zu erweitern. Wir arbeiten mit Vojtatherapie, Craniosacraltherapie und Psychomotorik, Einzelbehandlung im Wasser, Ergotherapie und Logopädie. Einen weiten Einsatz finden auch die Maßnahmen aus der Ergotherapie sowie der Logopädie.

Neben den speziellen Therapieangeboten, befundgerecht für die jeweiligen Krankheitsbilder, ergänzen Sport- und Bewegungstherapie unser Behandlungskonzept.
Zur Konditionierung und Anregung der sportlichen Betätigung, sowie Freude an Bewegung zu initiieren bieten wir ergänzend an:

  • Nordic Walking
  • therapeutisches Schwimmen/Behandlung im Wasser
  • Rückenschule
  • Allgemeine Haltungs- und Bewegungsschulung
  • Sportspiel
  • Rhythmische Bewegung und Tanz


In diesen Bewegungsgruppen lässt sich zusätzlich die variable Verfügbarkeit der physiologischen Bewegungen überprüfen. Da wir Wert auf Eigenverantwortlichkeit legen, werden die Patienten angehalten, täglich eine festgelegte Zeit selbständig zu üben. Die Übungen dazu werden unter anderem in der Einzeltherapie erarbeitet. Das Einüben dieser Eigenverantwortlichkeit wird von den Therapeuten begleitet, bis eine Selbständigkeit erreicht ist.

Ergänzende Therapien sind

  • physikalische Therapie (Elektrotherapie, Ultraschall, Moorpackungen, Hydrotherapie, Bürstenmassage) 
  • Massagen (Klassische Massage, Reflexzonenmassage, Periost, Bindegewebsmassage)
  • Aromabehandlung
  • Ergotherapie
  • Gesundheitstraining
  • Psychotherapie

Adipositas

Unsere Therapie der adipösen Patienten ist auf vier Säulen aufgebaut.

Ernährungstherapie
Die Patienten lernen, sich richtig zu ernähren, lernen die verschiedenen Lebensmittelgruppen in der täglichen Ernährung kennen. Es werden Kenntnisse über den Nährstoff- und Energiegehalt der einzelnen Nahrungsmittel, die Gefahr der versteckten Fette, die wichtige Rolle der Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente und Ballaststoffe vermittelt. Praktische Übungen in der Lehrküche vermitteln Erfahrungen im Umgang mit den Nahrungsmitteln und fördern ein selbständiges Ernährungsverhalten. Im persönlichen Elterngespräch wird die Ernährungssituation zu Hause analysiert, auf familiäre Gewohnheiten Einfluss genommen und Elternschulungen durchgeführt.

Psychologische Betreuung
Unseren Patienten bieten wir für eine langfristige Veränderung des Gewichts- und Essverhaltens eine kognitive und verhaltenstherapeutisch orientierte psychologische Betreuung an. In der essproblemorientierten Gruppenarbeit lernt der Patient, dass er mit seiner Krankheit nicht allein ist. Die Gruppe gibt den Patienten die Möglichkeit, sich mit anderen Kindern und Jugendlichen zu identifizieren. Das Erlernen eines Entspannungsverfahrens ist eine weitere Anregung zur Einflussnahme auf physiologische Funktionen

Bewegungstherapie
Die Kinder und Jugendlichen sollen Spaß und Freude an der Bewegung entwickeln, neue Sportarten kennenlernen und ausprobieren. Aktive, regelmäßige und systematische körperliche Belastungen bei Schwimmen, Gymnastik, Sportspielen, Walking bewirken nicht nur die Verbesserung der körperlichen Leistungsfähigkeit, sondern beugen auch Sekundärschäden vor. Die individuelle Leistungsfähigkeit und Vorlieben der Rehabilitanden werden berücksichtigt.

Physiotherapie
Durch ein spezielles Behandlungsprogramm werden orthopädische Begleiterkrankungen mitbehandelt

Vorsorge

Gesundheitssport
Gesundheitssport bildet einen Schwerpunkt bei der Vorsorge. Aktive, regelmäßige und systematische körperliche Belastungen bei Schwimmen, Gymnastik, Sportspielen, Walking bewirken nicht nur die Verbesserung der körperlichen Leistungsfähigkeit, sondern beugen auch Sekundärschäden vor. Es werden Freizeitsportarten gefördert, die dann auch zu Hause fortgesetzt werden können. Alle Formen der Bewegung sollen Freude bereiten und das Selbstvertrauen stärken. Während bei vegetativen Regulationsstörungen vor allem rhythmisch-dynamische Bewegungsformen eine günstige Wirkung entfalten, werden bei Übergewichtigen auch Kraft- und Ausdauertraining eingesetzt. Physiotherapie erfolgt bei jedem Patienten zur Beseitigung von Fehlbelastungen und anderen konstitutionellen Risikofaktoren.

Psychologische Betreuung
Durch einen Gesprächstherapeuten oder eine Psychologin finden einmal wöchentlich thematische Gruppengespräche statt. Dabei wird besonders am Anfang Hilfestellung bei Anpassungs- oder Kommunikationsschwierigkeiten gegeben. Methodisch werden Interaktionsspiele eingesetzt, um sich Themen wie Wahrnehmung, Identität, Selbst- und Fremdbild, Kommunikation und Körpergefühl zu nähern. Gespräche im Einzelsetting werden angeboten, um biografisches Material aufzuarbeiten. Elternarbeit erfolgt mit dem Ziel, das familiäre Klima in ein Gleichgewicht zu bringen und/oder die Eltern als Co-Therapeuten zu gewinnen.

Ernährungsberatung / Lehrküche
Allen Patienten werden die Grundzüge einer gesunden Kost und ein angemessenes Essverhalten vermittelt. Besonders wichtig ist es für Patienten, die bereits übergewichtig sind, Kenntnisse über den Nährstoff- und Energiegehalt der einzelnen Nahrungsmittel, die Gefahr der versteckten Fette, die wichtige Rolle der Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente und Ballaststoffe zu vertiefen. Praktische Übungen in der Lehrküche vermitteln Erfahrungen im Umgang mit den Nahrungsmitteln und fördern ein selbständiges Ernährungsverhalten. Während der Elterngespräche werden auf familiäre Gewohnheiten Einfluss genommen und Elternschulungen durchgeführt.

Ergotherapie
Bei motorisch-funktionellen Schwächen werden Feinmotorik und die Koordination von Bewegungsabläufen trainiert. Patienten mit sensorischen Schwächen erhalten eine Übungsbehandlung zur Sensibilisierung der Sinne, deren Koordination und Umsetzung. Das kreative Gestalten ermöglicht eine Verbesserung der nonverbalen Ausdrucksfähigkeit, das Ausprobieren verschiedener Techniken und damit die Entdeckung sinnvoller Freizeitbeschäftigungen.

Ansprechpartner
Veronika Donnerhacke
Leitende Ärztin

Georg-Leißner-Straße 1-4
08645 Bad Elster

Telefon Tel. 037437 52310

Mehr Informationen finden Sie auch in unserem Infoflyer:

PDF Flyer Ev. Fachklinik Sonnenhöhe